Gerhard Steidl

Lebenslauf und Ausbildung

Dipl.-Chem. Dr. rer. nat. Gerhard Steidl war von 1975 bis 2005 als Wissenschaftler an der Universität Erlangen-Nürnberg in den Fachgebieten Oberflächenchemie, Chemische Reaktionstechnik, Instrumentelle Analytik und Biochemie tätig. Ab 1992 entwickelte er die Synthese von anwendbarem Aktivsauerstoff aus natürlichen Fetten und Pflanzenölen in Zusammenarbeit mit Universitäten und Instituten in Erlangen, Mainz und Tübingen. Diese Arbeiten wurden von der Karl- und Veronica Carstens-Stiftung in Essen von 1995 bis 2000 gefördert mit dem Ergebnis der praktischen Anwendung des Aktivsauerstoffs und der Herstellung nach GMP-Richtlinien.

Vortrag: Die Parasitose

Sauerstoffmangel ist oft die Ursache negativer biologischer d.h. gesundheitlicher Konsequenzen, denn er fördert die Vermehrung krankmachender Keime in betroffenen Organen. Dies hat auf den Menschen Auswirkungen in Form von Symptomen und Krankheiten. Insbesondere ist das Immunsystem auf Sauerstoff angewiesen, um seine Abwehraufgaben gegen pathogene Parasiten erfüllen zu können. Der menschliche Körper bietet ideale Lebensbedingungen für pathogene Keime jeglicher Art, die von den Nahrungsmitteln des Menschen ebenso leben wie die körpereigenen Zellen. Viele Parasiten gehören zu der Spezies der Anaerobier, die mit Aktiv-Sauerstoff angegriffen und eliminiert werden können. Hierin liegt das Funktionsprinzip der Rizol-Therapie, die in Ansätzen bereits 1916 von James Todd, Washington, an Menschen und Tieren angewandt wurde. Mit Unterstützung der Carstens-Stiftung untersuchten Dr. Gerhard Steidl und Prof. Dr. Adaling Ogilvie, beide Universität Erlangen von 1995–1999 den Wirkungsmechanismus zwischen Ozoniden und eukaryontischen Zellen – normalen und malignen – in wissenschaftlichen Zellkulturversuchen. Im Vortrag werden die Entstehung des Sauerstoffmangels, die Unterschiede zwischen körpereigenen und körperfremden Zellarten erklärt und typische Forschungsergebnisse und Anwendungsbeobachtungen vorgestellt.